Kurzgeschichten

Ich bin sicher

Auch wenn Ihr von mir wenig hört, mir gehts gut. Hab jede Menge zu tun und das ist ja auch gut so, sogar geplant.

Dieses Virus! Muss ich jetzt auch noch darüber schreiben? Nein, ich glaube nicht.

Statusbericht: Hab mir kürzlich die Hände gewaschen und Menschenansammlungen vermeide ich seit vielen Jahren, bin ja eher der Einsiedler. Ich habe kein Fieber, wenn mir auch manchmal die Birne heißläuft. Über mich plagende Erkältungssymptome kann ich nicht berichten. Maschine läuft.


Zu Besuch im Lebensmittelmarkt meines Vertrauens:

Ich habe keine Nudeln und Mehl gekauft, erstens, weil die Nudeln bei meinem Italiener viel besser schmecken und ich zweitens nicht wüsste, was ich mit Mehl anfangen soll. Drittens gab es aber tatsächlich beides nicht mehr. Die Suppen in Dosen und die Ravioli waren auch weg. Na ja, meine Camping-Zeiten sind ja auch schon ein wenig her. Auf diese kulinarischen Genüsse zu verzichten, fällt schwer, aber ich werde auch das überleben.

Bild von jbarsky0 auf Pixabay

Frisches Gemüse und Obst im Überfluss, da konnte auch ich nicht widerstehen.

Wie ich dann mit meinem Wägelchen durch den Markt fuhr, ist mir aber doch etwas bedenklich zumute geworden. Was, wenn das Kraichgau auch noch evakuiert, isoliert, abgesperrt, quarantiert (sagt man das so?) oder unter Kriegsrecht gestellt wird? Welche Vorkehrungen muss ich treffen?

Wasser brauchte ich sowieso und dann ist mir es wie Schuppen aus dem vollen Haupthaar gefallen, was unbedingt nötig wäre, falls ich nicht mehr aus dem Haus darf. Medizin, gewissermassen zur Desinfektion von innen und Tonic. Fürs Herz etwas Tannine. Tja, als Steinbock überlässt man nichts dem Zufall.

Ich bin sicher!

Was ist Euer Masterplan? Was habt Ihr gebunkert?

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37 Gedanken zu „Ich bin sicher

  1. Für den Quarantänefall einfach das Doppelte eingekauft, ich geh ja eh nur einma pro Woche. Darüber hinaus extra Kaffee und Zucker, Rotwein ist ausreichend im Haus. Allerdings habe ich Vorräte für meine Mutter (94) und die Pflegerin besorgt, falls wir isoliert werden sollten – vor allem auch Medis. In den Nachbarhäusern wohnen auch vorwiegend alte angeschlagene Menschen.

    1. Für die älteren Menschen ist dies sicher ratsam, ein paar Vorräte im Haus zu haben. Vor allem die nötige Medizin sollte ausreichend vorhanden sein, da stimme ich Dir zu.

  2. Köstlich!!! …im wahrsten Sinne des Wortes))))
    Und zu deiner Frage:
    Ich habe nichts eingekauft, was ich nicht sonst auch einkaufen würde, bzw. gekauft habe. Auch die Mengen haben sich nicht verändert – im schlimmsten Fall muss ich dann also evakuiert, isoliert, abgesperrt und quarantiert ‚abwarten und Tee trinken‘! 🙂 Hasta la vista………………………………

    1. So dachte ich mir das auch. Ach ja, Tee und Kaffee habe ich sowieso immer genug im Haus. Das ginge dann auch noch. Hasta la vista, Baby 😉

  3. Ich hab nix gebunkert. Dafür habe ich mal meinen Vorratsschrank inspiziert, sowie den Tuefkühler. Ich kann eine Weile überleben. Notfalls hätte ich sogar eine Sammlung Wein, Schnaps und Liköre, die auch vernichtet werden wollen. Wenn es ganz hart kommt, könnte ich diese auch zur Desinfektion verwenden. Danke für den Tipp😀

  4. Nichts habe ich gebunkert. Null. Im äußersten Notfall: Gemüsebrühe und Tee hab ich – Fasten soll ja gesund sein und Körper und Geist reinigen. Habe mich bis jetzt erfolgreich davor gedrückt – also vor dem Fasten, aber im äußersten Notfall mach ich das halt mal….. wer weiß, vielleicht finde ich ja Gefallen daran…..

  5. „wir“ machen uns, wenn überhaupt, eher Gedanken darüber, wie das wird, wenn wirklich der Fall eintritt in Punkto: „Job“ .
    „wir“ in der ambulanten Pflege stehen dann echt vor einem Problem…..
    aber warten wir es ab…..

    1. Oh, wenn Du in der ambulanten Pflege tätig bist, ist das nochmal ne ganz andere Nummer. Hoffen wir mal, dass es nicht so schlimm wird.

  6. Nachdem ich den Roman „Blackout“ gelesen hatte, habe ich ein paar Wasserflaschen besorgt, die im Keller vor sich hin dümpeln.😂 Ansonsten sehe ich nicht, dass eine Hungersnot droht. Sollte ich im Haus bleiben müssen, bin ich davon überzeugt, dass mir geholfen wird. Einen kleinen Vorrat habe ich sowieso immer hier liegen. Liebe Grüße! Regine

    1. Das ist die Gelassenheit, die vielen gut stünde. Da kaufen die die Regale leer und bunkern Medizin, die andere vielleicht viel nötiger hätten.
      Liebe Grüsse
      Thomas

  7. Hallo Thomas,
    hier mal was vom Schlauhörnchen: Corona besteht doch zu 85% aus der Viuratraube und zu 15% aus Garnacha Blanca…also müßte da bei Dir ein Weißer stehen, wenn Dich die Guest Relations Abteilung in Amsterdam richtig betreut hätte ;D .
    Und wenn Du das nächste Mal shoppen gehst, dann bitte mit Mundschutz! Sind ausverkauft? Ach, da gibts bestimmt ansehnliche Alternativen

    https://youtu.be/BiC56E9t0r8

    Wir Norddeutschen sind da wesentlich entspannter drauf ;-)))

    LG

    1. Klasse Video. Ich muss mal kucken, ob ich die auch online kriege. Geh ja nicht mehr aus dem Haus. Außer morgen und Donnerstag und… Freitag. Am Wochenende vielleicht auch? 🤔

      Der Weiße war wohl aus in Amsterdam, der Rote war aber auch ok.
      Und wer sagt denn, dass wir hier in Panik verfallen? Den, den ich gestern mit Gasmaske gesehen habe, trägt die vielleicht immer. Hat er Mundgeruch?

      Liebe Grüsse
      Thomas

    1. Süßigkeiten sind immer gut. Wie ich beim Bund war, konnte man die Schokolade aber nicht essen – fürchterliches Zeug

        1. Dass man jeden Keks anzünden kann, ist dir bewusst?
          Aber der BW-Hartkeks – also wenn du genug davon gesammelt hast, konntest du deine Plane damit mit Dachpfannen ausstatten – der weichte auch bei heftigem Regen nicht auf …

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