GedankenPsychologie

Nase voll

Gestern habe ich eine Abhandlung über das sog. Glückshormon Dopamin gelesen. Dieses Hormon wird ausgeschüttet wenn man auf irgendeine Art und Weise belohnt wird oder sich selbst belohnt. Das kann Sport sein, das Beschäftigen mit seinen Lieblingshobbys, Musik und soziale Kontakte. Soziale Kontakte gibt es in unterschiedlicher Ausprägung.

Die Meldung war, dass der Konsum von Kokain eine 4-mal stärkere Hormonausschüttung als Sex zur Folge hat.

Nun könnte man das einfach so stehenlassen, aber so ein paar Gedanken sind mir dazu trotzdem durch mein gelocktes Köpfchen geschossen, die u.U. nicht ganz jugendfrei sind oder doch als Bildungsauftrag zu verstehen sind? Entscheidet selbst, bevor Ihr das Euren minderjährigen Kindern als Gute-Nacht-Geschichte vorlest. Da vielleicht doch eher ein Katzenbuch oder sowas.


Wozu dann noch Sex? Kostet nix. Für den Schwaben in mir eine durchaus pfiffige Lösung. Obwohl, machmal doch. Was in dem Artikel nicht stand, ist, ob sich das auch addieren lässt, wenn mehrfach am Tag praktiziert. Auch wurde nicht beschrieben, wie gut der Sex sein muss und welcher Faktor für die Qualität der Aktivität angesetzt werden muss. Ist das ein Mittelmaß für durchschnittlich gute Performance? Ich konnte es nicht herausfinden, trotz intensiv-investigativem Nachforschen.

Festgestellt werden darf, dass eine „Nase ziehen“ effektiver und auch weniger anstrengend ist. An dieser Stelle muss ich aber auch den Zeigefinger heben: Kokain ist illegal und gefährlich, weil das eine Droge mit hohem Suchtpotential ist. Der Akt an sich auch? Berichtet wird auch von Herzinfarkten bei dieser Art der Körperertüchtigung. Gefährlich wird es im Bett auch, wenn man diese Aktivität mit einem anderen als dem angestammten und gewohnten Partner, mit dem man vielleicht sogar verheiratet ist, ausübt. Bis zum erwürgen, vergiften, erschiessen ist alles drin, was dem bislang fröhlichen Leben auch ein Ende setzen kann. Auch eine Scheidung kann einen in die unglückliche Lage versetzen, dass man sich auch das Koks nicht mehr leisten könnte.

Nächste Frage: erst Nase, dann Kiste? Addition, Multiplikation?


Irgendwie scheint es auch bei dieser Diskussion eine Kehrseite der Medaille zu geben.

Es gibt einen Mittelweg: Nikotin, Wirkung 2 x stärkere Domamin-Ausschüttung als Sex. Die Ziggi danach?

Anmerkung der Redaktion: dies ist kein Aufruf zum Konsum von Drogen. Ich bin dagegen! Aber wieso werde ich dann mit solchen Infos versorgt?


Gewiss nicht illegal dieser Song…

 Schönen Abend Euch! 😎

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12 Gedanken zu „Nase voll

  1. Sehr gut und lustig geschrieben 👌 jedoch habdelt es sich bei den Aktivitäten nicht allein um Ausschüttung von Dopamin sondern um einen kleinen Hormoncocktail. Ob die Zigarette danach mehr Dopamin Ausschüttung verursacht als Sex? Bei schle htem vielleicht 😜 lg

    1. Danke Dir.
      In besagtem Artikel steht geschrieben, dass Nikotin die doppelte Dopamin-Ausschüttung zur Folge hat als Sex. Ich bin auch bei Dir, wenn Du schreibst, dass es sich um einen Hormon-Cocktail handelt.
      LG
      Thomas

  2. Menschen sind von Natur aus auf der Suche , sind sogar suchtgesteuert. Das Ding mit Dopamin etc ist ein Endloskreislauf im Körper, der den Kick braucht, weil ebendieses schnell abgebaut wird und bei der nächsten Dosis (sofern sie HÖHER!) ist, erneut ausschüttet. Hab mal ein Seminar zu dem Thema bei einem der größten Spieleanbieter in Dtl. mitgemacht 😉 . Heißt beim Kokain, wie beim Sex gehts jedesmal um ein bisschen mehr. ABER – nicht jeder Mensch fährt auf dieselbe Sache ab. Klar für die Einen mag es Sex sein, für Andere Sport (auch wenn ich mir persönlich letzteres gaaaaanz schwer vorstellen kann!!!). Das Gerücht, dass man eine Sucht ablegen oder loswerden kann, hält sich hartnäckig. Man tauscht aber in dem Moment nur eine Sucht gegen eine andere aus. Und das hört erst mit einer neuen Bewußtseinsstufe (oder dem Tod, der auch eine andere Bewußtseinsstufe darstellt) auf.

    Noch n paar schmunzelige Fakten: S- H gehört zu den Bundesländern mit dem meisten Sex, aber auch in puncto Rauchen liegen wir ziemlich weit vorne (30% Raucher) – wahrscheinlich die Zigarette danach ? Schleswig- Holsteiner sind einer Umfrage zufolge die glücklichsten Menschen in Deutschland. Noch Fragen? :-))))
    Abendliche Grüße mit der Überlegung, evtl. mit dem Rauchen anzufangen 😀

    1. Eine Sucht wird gegen eine andere ausgetauscht kann bestimmt jeder nachvollziehen, der das Rauchen aufgegeben hat. Für den einen ist es dann der Snack, für den anderen mehr vom guten Roten 😏
      Sport funktioniert tatsächlich, das kannst Du mir glauben.
      Deine Statistik regt dann auch schon wieder zum Nachdenken an. Mein gelocktes Köpfchen denkt jetzt an… keine Fragen mehr 😉
      Ach ja… noch ein Fakt: Amphetamine schütten 10x mehr Glückshormone als unsere Vergleichsaktivität. Was sagt da die Statistik für SH?

      1. Ist doch klar, dass Schleswig-Holsteiner bei den Amphetaminen ganz hinten liegen: Sex UND Rauchen UND ….MEER – 2 sogar, eins rechts, eins links. Da kann kein Stöffchen egal ob weiss oder glitzernd ( Einhornpupse) mithalten.

    1. Jenseits von Gut & Böse heisst keine Amphetamine und Drogen? 😉
      Nur glücklich ist doch etwas Wunderbares. Wünsche Dir, dass das noch lange so bleibt.
      Liebe Grüße
      Thomas

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