Fstenzeit

Die Fastenzeit hat begonnen und natürlich möchte ich mich auch zu diesem spannenden Thema äußern. Am Aschermittwoch hat sie begonnen, die Fastenzeit (klingt bedrohlich, oder?) und dauert auch dieses Jahr wieder 40 Tage. Eine offizielle Fastenregelung der katholischen Kirche ruft dazu auf, sich von Materiellem und Zwängen zu befreien. So soll Freiraum für Reflexion und für das Bewusstsein für den eigenen Glauben geschaffen werden. Beispiele sind der Verzicht auf Zigaretten, Smartphone und sozialen Medien. Gefastet wird traditionell durch den Verzicht auf Nahrung.


Nun aber zu meinen Ausführungen und Gedanken zur Fastenzeit. An der Überschrift habt Ihr es schon bemerkt. Der fast inflationäre Gebrauch von Buchstaben, besonders von Vokalen wie das A und O werden von mir während des Fastens genauso überdacht, wie der Genuss von allerlei leckeren Sachen. Die Lebensmittelindustrie hat übrigens schon vor Fasching reagiert und die ganzen reduzierten Weihnachtsartikel aus den Regalen genommen.

Der „Verzicht auf Zigaretten“ habe ich da gelesen. Da ärgert es mich fast ein wenig, dass ich schon vor der Fastenzeit mit Rauchen aufgehört habe. Aber das Gute daran ist, dass ich an Ostern auch nicht wieder damit anfangen muss. Gehören da auch andere Wirkmittel als Tabak dazu?

Fleischverzicht. Ein anderer wagemutiger und revolutionärer Ansatz. Mache ich nun seit fünf Jahren. Ich ernähre mich größtenteils vegan. Jeder sollte sich Gedanken machen, ob eine richtige Mahlzeit nur mit Fleisch zu einer solchen wird. Wir würden den Tieren viel Leid ersparen und dem Planeten helfen. Vielleicht sollte man das umformulieren. Einfach nicht mehr so viel fressen, netter gesagt, bewusster ernähren!

Garantiert vegan, no-carb, glutenfrei, zuckerfrei, fettfrei…
Ice-Cube pure an einer Kreation von Bio-Karotten, verfeinert mit schwarzem Pfeffer

Alkoholverzicht ist auch so ein Thema. Jetzt trinke ich (eigentlich) gar keinen Alkohol, also ist auch dieser Verzicht schon abgehakt. Mal abgesehen vom therapeutischen Kräuterschnaps aus Italien, der wohl aus Gründen der Konservierung Alkohol enthält. Das Gläschen Rotwein ist gut für’s Herz, also auch kein Genussmittel im Sinne des Fastens. Kann ich ja nix für, wenn da Alkohol drin ist.

Manche schlagen auch vor, dass man auf den Fernseher verzichten soll. „Zefix, wieder nix“, denke ich da so bei mir. Auf Werbung, C-Promis und Volksmusik habe ich eh keine Lust und wenn ich mal kucke, dann eine meiner Lieblingsserien oder ich schaue mir einen Film an, der mich wirklich interessiert.

Eine Smartphone- und Online-Diät wird da auch vorgeschlagen. Das hiesse für mich aber auch ganz sicher eine Umsatz-Diät, weil mich Kunden und Partner nicht mehr erreichen würden. Ich denke mal kurz nach… Moment noch… warte… NÖ!

Achtung, Achtung: FSK 18 Thema! Verzicht auf Sex. Ginge zur Not auch, dass man auf schlechten Sex verzichtet? Da kann ich Euch eine Geschichte dazu erzählen, das war nämlich so: 随着节约,我注意到语言已经切换 – 我认为现在这样做太过分了

Thema: CO2 Verzicht. So wie ich mich kenne, komme ich bis Ostern eh nicht dazu, die Winterreifen auf meinem Wägelchen in Sommerschuhe wechseln zu lassen und darf somit auch nur mit reduzierter Geschwindigkeit von max. 240 km/h unterwegs sein. Hier ist die CO2-Grenze schon automatisch mit eingebaut. Aber man kann ja mal überlegen, alternativ die Bahn zu nehmen. Meine Kunden werden sicher verstehen, wenn ich dann etwas später komme oder eine Übernachtung zusätzlich berechne, weil die Züge ja ganz selten, sich aber trotzdem verspäten können. Gibt es auch Zugausfälle? Um zum Bahnhof zu kommen, nehme ich das Auto. Oder ich gehe dahin zu Fuß und plane drei Stunden mehr Zeit ein. Als Frühaufsteher sowieso kein Thema. Den Flieger würde ich dann nicht mehr nehmen und Interkontinentalflüge dann auch ganz gern mal mit dem Schiff planen, welches umweltfreundliches Schweröl verbrennt und den Abfall ins Meer verklappt.

Ich denke auch über ein kleineres Auto nach…

Und dann gibt es Vorschläge, die zum Plastikverzicht aufrufen, den Konsum einzuschränken, Müll zu reduzieren und über Achtsamkeit und Nachhaltigkeit nachzudenken. Mehr Sport. Tolle Vorschläge, aber ich mach das jetzt schon und auch vor und nach der Fastenzeit. Das sollte eigentlich jeder, oder? Und nicht nur während dieser 40 Tage.

Vielleicht sollten wir als kleine Anregung mit aufnehmen, dass wir Hass und Neid weglassen und Wertschätzung gegenüber allen Lebewesen auf diesem Planet jeden Tag praktizieren. Und wenn wir jetzt damit beginnen, lassen wir das einfach auch nach Ostern weiterlaufen, ok?


Also nochmal, es ist Fastenzeit. Symbolisch verzichte ich jetzt ab und zu auf große Initialbuchstaben im Absatz, manchmal auf Satzzeichen und vereinzelt werde ich Bchstben sparen.


Habt einen wundervollen Sonntag Abend!


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22 Replies to “Fstenzeit”

  1. Hochinterssante Gedanken, lieber Thomas. 🙂 Ich nehme die Fastenzeit als gewissermassen aeusseren Anreiz, keinen Alkohol zu trinken. Nicht aus religioesen sondern aus gesundheitlichen Gruenden: einerseits, um der Leber mal ein paar gute Wochen zu goennen, und andererseits um mich zu testen, ob ich den Stoff auch entbehren kann. Koennte ich natuerlich auch zu jeder anderen Jahreszeit tun, aber so ist es ein immer wiederkehrender Zeitpunkt im Kalender.
    Liebe Gruesse,
    Pit

  2. Es kann auf all diese erwähnten Dinge verzichtet werden…wenn ich auf Exerzitien gehe und diese 40 Tage in einer Zelle in einem Kloster demütig und opferbereit verbringe…es bringt demjenigen etwas …der eine Last loswerden mõchte wie das Rauchen oder die Võllerei
    Liebe Abendgrüße von Zuza aus dem K H ♥️

    • Liebe Abendgrüße zu Dir ins KH zurück. ich hoffe, Dir gehts besser und Du darfst bald wieder nach Hause.

      • Ja lieber Thomas….es geht mir besser aber noch nicht gut…morgen geht’s weiter mit den Untersuchungen..
        .die Lungengeschichte hat mich aus der Bahn geworfen…ich bin wachsam stark und ich will leben🌲🌷🌼🌳

  3. Wie wäre es mal aufs Verzichten zu verzichten?
    Das wäre doch was. 40 Tage all das tun was man sonst im ganzen Jahr nicht macht.
    Endlich mal mit Plastiktüten einkaufen gehen, anstatt mit den tollen Stoffbeuteln.
    40 Tage lang keinen Müll trennen.
    40 Tage lang auch die kürzeste Strecke mit dem Auto bewältigen.
    Das Licht überall brennen lassen und alle Geräte laufen lassen, anstatt den Stecker zu ziehen.
    Warum immer das Wasser ausstellen beim Zähne putzen?
    Viel mehr einkaufen als benötigt wird und den Rest unbesorgt wegschmeißen.

    Das wäre mal eine krasse Umstellung!😂😂😂

  4. Zu dem Thema hab ich auch gerade mal Google bemüht, bin ja jetzt auch nicht sooooo der Kirchenfan.
    „Fasten“ kommt nicht vom Wortstamm her – wie ich vermutet hatte- vom englischen „fast“ (nein, ich habs nicht vermutet, nur gehofft 😉 ). Die Zeit bis Ostern rast schließlich schneller als ein Z4 (schööönes kleines Wägelchen, das neue Modell). Der Wortstamm bedeutet „an etwas festhalten“ – den Rüberhangler zum Sex lass ich einfach mal, weil es noch nicht 22:00 Uhr ist, und bevor mich der Blog-Wart abmahnt …schick ich ihm evtl verbotene Substanzen 😀
    Dass die Kirche anregt, Materielles loszulassen, erscheint mir jetzt irgendwie konträr dazu. Na gut, dafür halten die dann alles fest #reicheKirchenmäuse #MäusehatdieKirche #werhatderhat
    Puh, egal, jeder muss wissen, was er für richtig hält.
    ABER
    1. hasse ich Verzicht und das tut jeder Mensch
    2. reichen 40 Tage nicht, um neue Gewohnheiten zu etablieren. Dazu braucht es 66 Tage – ist nachgewiesen.
    Das ist natürlich der wesentliche Grund, warum ich nicht das Joggen anfange.
    Aber „Festhalten“ find ich gut. Zum Beispiel an einer Idee, die unmöglich erscheint. Und Ostern wird sich zeigen, ob Ostara mir wohl gesonnen war.
    Liebe Grüße und der kleine Hinweis, dass dies die Zeit des Frühjahrsputzes ist 😉

    • Beginnen wir mal mit dem Frühjahrsputz: auf den werde ich aus Fastengründen erst mal verzichten. Vielleicht erbarmt sich ja die stöhnende, ächzende und singende Reinigungskraft 😉
      Stimmt, es ist noch nicht 22:00 Uhr, dem Blog-Wart könnte das missfallen. Ich hab grad mal gekuckt, da muss mir irgendwie die chinesische Rechtschreibkorrektur dazwischen gepfuscht haben, aber es ist wohl niemandem aufgefallen.
      Hören wir zu diesem Thema dann noch was von Dir, nach 22:00 Uhr?
      Joggen tut gut, by the way und gibt Top-Beine und Ausdauer.
      Festhalten… mach mal und viel Erfolg dabei…

  5. „So soll Freiraum für Reflexion und für das Bewusstsein für den eigenen Glauben geschaffen werden.“

    Das ist doch schon mal eine Aufgabe, mit der man 40 Tage verbringen kann und viele deiner anderen tollen Gedanken dazugerechnet, kann man seinem Leben eine völlig neue Bedeutung geben. Da reichen 40 Tage nicht aus.

    Mit Gruß zum 1. Fastensonntag,
    Anna-Lena

  6. Mein Motto- ganz oder gar nicht 😉 Ich find s heuchlerisch sich nur auf die paar Tage zu beschränken… Ebenso wie zur Beichte zu gehen und zu meinen damit hat s sich s jetzt und der Depp da oben wird sich schon um meine Sünden kümmern 😉 Das ist doch Betrug an sich selbst 😀 Wenn ich etwas ändern oder positiv verbessern möchte, mache ich das an jedem Tag und versuche mich von alten Mustern zu lösen. Was nicht heißt dass das einfach wäre oder immer klappt 😉 Der Weg ist ja bekanntermaßen das Ziel 😉 Liebe Grüße, Frauke

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