Ernst nehmen

Noch eine Aussage von Konrad Adenauer:

Machen Sie sich erst einmal unbeliebt,

dann werden Sie auch ernst genommen.

Ist das tatsächlich so?

Muss man sich erst unbeliebt machen, dass man ernst genommen wird?

Ist es nicht viel mehr so, dass man zu seinem Wort, zu seiner Einstellung stehen sollte, das auch kundtun muss. Dass man sich damit auch beim Einen oder Anderen unbeliebt macht, ist ein kalkulierbares Risiko, aber mir war es das immer wert, kann ich mir auch somit jeden Tag in den Spiegel schauen.

Man kann es nicht Jedem recht machen und sollte das auch nicht tun, weil das ja auch heißen würde, dass man sich für andere verbiegt. Es hat weniger damit zu tun, ernst genommen zu werden, sondern vielmehr, dass man authentisch und glaubwürdig ist und bleibt.

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Sommerabend…

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PS: Ich gebe einen virtuellen erfrischenden Grauburgunder aus, heute habe ich die 60.000er Marke an Site-View geknackt. Prost!

close up photography of wine glasses
Photo by Valeria Boltneva on Pexels.com

50 Replies to “Ernst nehmen”

    • Dankeschön… hat sich halt so ergeben, aber wenn ich überlege, wie unser Mitmachprojekt Herz & Verstand durch die Decke geht, in 9 Monaten über 15.000 Siteviews, dann relativiert sich meine Zahl auch schon wieder etwas…

  1. Ich denke, man muss sich seiner Werte in jedem Bereich bewusst sein – und diese kund tun. Wenn ich Pünktlichkeit als hohen Wert habe und der andere weiß nix davon, weil er mich als tolerant einstuft, ist das ärgerlich.
    Wobei es bei manchen Leuten schon hilft, auch mal das Arschloch raushängen zu lassen, weil sie eben keine andere Sprache als die der Dominanz verstehen.
    Das Reptilienhirn in uns ist noch voll ON.
    Liebe Grüße aus tropical P-burg 🌞🌞

    • Da bin ich bei Dir, auch was das Reptilienhirn angeht. Manchmal isses so, dass man eine Sprache sprechen muss, die der Andere dann auch versteht, wenn es auch nicht unbedingt den persönlichen Gepflogenheiten entspricht.
      Liebe Grüsse aus Tropical-Kraichgau
      Thomas

  2. Du sprichst mir mit deinen Text aus der Seele.
    Genau meine Einstellung. Ich verbiege mich für niemanden und wer mich nicht mag kann gerne gehen. Ich mag auch nicht jeden. So ist es nun mal im Leben.
    Prost auf das Leben, Thomas.
    Liebe Abend Grüße, Nati

  3. Prima, herzlichen Glückwunsch, lieber Thomas🌻🍷

    Es ist schade, daß einen eine bestimmte Art Leute erst ernst nimmt, wenn man sich mal unbeliebt macht. Habe bisher immer gesagt, wenn mir was auf der Seele lag, aber höflich und freundlich. Verbiegen will ich mich nicht mehr. Wenn mich jemand nicht mehr mag, weil ich ihm nicht Recht gebe oder zu meiner Meinung stehe, dann soll er gehen.

    Gute Nacht und schlaf‘ schön💫✨🌟
    Liebe Grüße
    Elisabeth

  4. Das finde ich auch. Manche sagen, „nett ist die kleine Schwester von …“. Ich sehe es gerade andersherum, es ist sehr schwierig, freundlich zu bleiben und trotzdem seine Meinung gegen starke Widerstände zu verteidigen. Liebe Grüße, Dario

  5. Ich bin nicht immer und zu jedem nett. Grundsätzlich gehe ich freundlich auf die Leute zu, aber wenn ich was doof finde, merkt man das bei mir sehr schnell. Ich finde verbiegen doof und ich glaube auch, dass man viel mehr ernst genommen wird, wenn man ehrlich ist (und sich dann auch manchmal unbeliebt macht)

    • Guten Morgen, da bin ich bei Dir. Glaubwürdig bleiben und zu seiner Meinung stehen.
      Hab einen schönen Tag
      Liebe Grüsse

  6. Am Adenauer ist mitunter was dran… Einerseits, weil man es niht jedem recht machen kann – andererseits weil manche Leute einen wirklich erst durch „Widerstand“ wahrnehmen. Und dann auch oft nicht damit umgehen können.

  7. Ich übe das seit vielen Jahren, weil ich so erzogen wurde, das Mädchen brav und lieb und still sein sollen, wenn sie geliebt werden wollen. Jetzt bin ich mehr bei mir und manchmal gehe ich mit einem schrecklichen Gefühl aus einem Kontakt heraus. Ich denke dann: „Oh du meine Güte, was hast du jetzt wieder angerichtet? Der/die wird nie wieder ein Wort mit mir reden.“ Oft ist es dann aber so, dass der/die mich trotzdem noch mag. Oder eben gerade darum. So gesehen freue ich mich, wenn ich wieder denke, ich hätte etwas schlimmes gesagt oder getan.
    Im Berufsleben musste ich mich natürlich unbeliebt machen. LehrerInnen müssen Grenzen setzen und die SchülerInnen z.B. daran hindern, den Klassenraum zu verlassen und einfach schwimmen zu gehen.
    Liebe Grüße und ich gratuliere natürlich auch zu was auch immer, denn „Site-View“ kenne ich nicht, ich Dödel. Trotzdem: Prost!
    Regine, die ihren PC immerhin an-und ausmachen kann.

    • Liebe Regine,

      immer diese englischen Fachbegriffe wie “Doodle”, “Siteviews”, “Clicks” und “schieß mich tot” 😉 sorry dafür.
      SiteViews haben wir z.B. auf unserem wunderbaren Projekt fast 15.000, d.h. 15.000 mal haben liebe und wunderbare Menschen unsere Beiträge angeschaut.
      Ich habe mir oft blutige Nasen geholt, wenn ich meine Meinung zu Sachverhalten und Menschen geäußert habe, bequem war ich nie, aber man konnte sich auch immer auf mein Wort und meine Meinung verlassen. Auch wenn‘s manchmal nicht geschickt war.
      Im Berufsleben und privat wenn‘s nötig war.

      Danke und einen kleinen Schluck trinke ich mit Dir… aber sag‘s nicht weiter – ich muss nachher noch fahren 😉😎

      Liebe Grüsse
      Thomas

  8. Ja, der „Alte von Rhoendorf“ hat manchmal schon so seine Sprueche losgelassen. Mir gefallen ganz besonders, „Watt jeht misch mein Jeschwaetz von jestern an?“ bzw. die etwas andere Version des gleichen Gedankens, „Meine Damen und Herren, sie wollen misch doch wohl nit daran hindern, seit jestern kluejer jeworden zu sein?“

  9. Du hast sowas von Recht!
    Wer konsequent zu seiner Meinung steht und diese auch offensiv vertritt, der bietet natürlich bei denen, die diese Meinung nicht vertreten, eine deutliche Angriffsfläche! Na und?
    Sollen sie doch versuchen, mich anzugreifen.
    Da komme ich gut mit zurecht.
    Dir alles Gute, weiterhin toi toi toi und vielen Dank für dein tolles Blog. Auch wenn ich nicht sehr oft kommentiere oder so, ich bin immer bei dir.
    Und jetzt stoße ich mit dir an (noch? darf ich das!) mit einem „The 6 Isles“, einem der wenigen Beweise für die Daseinsberechtigung von Blended Scotch Whisky… 🙄🥃🥃

    • Wie schön, dass wir da die selbe Meinung haben. Wenn ich mich mal unbeliebt und unbequem mache, denke ich meist: „so what…“ 😉

    • Moment… ich war noch nicht fertig…
      Danke für Deine Wünsche und schön, dass Du bei mir bist und bleibst. Anstossen tun wir dann heute Abend, muss noch fahren 😎 und „The 6 Isles“, ja geht. Nicht mein Favourite aber is ok. Wieso sollten wir nicht auf uns anstossen (dürfen) – sischer dat!
      Liebe Grüsse
      Thomas

      • Lieber Tom,
        klar können wir anstoßen, und im Moment auch noch mit Whisky.
        Wenn Mutter Natur irgendwann der Meinung ist, so, Camilla Florence, jetzt ist es soweit, jetzt bekommst du doch noch mal ein Kind, dann wäre zumindest bei mir erstmal wieder nur Wasser und Saft angesagt… 😋
        Liebe Grüße
        Cami

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