Fremdes Reich

Eines Tages wurde der Mönch des Abendlands gefragt, ob er nicht dem Reich der Mitte behilflich sein wolle, die Weisheiten des Reichs der Mitte zu verkünden. Der Mönch des Abendlandes war sich unschlüssig und willigte nach reiflicher Überlegung ein. Sein Bauchgefühl sagte ihm, dass dies eine schwierige Mission werden könnte. Sein Verstand jedoch war sich sicher, dass dies eine echte Bereicherung sein würde.

So kam es, dass der Mönch für das Reich der Mitte tätig wurde. Er folgte seinen bisherigen Prinzipien, seinen Überzeugungen und wurde bei vielen seiner Freunde und Bekannten mit offenen Armen empfangen. Viele dieser Kontakte vertrauten dem Mönch, weil sie ihn so kannten, dass er diese Botschaften nur aus eigener Überzeugung kund tun konnte. Mit den Werten des Reichs der Mitte konnte sich der Mönch sehr gut identifizieren. Als Teil eines Ganzen, Grosses vollbringen. Mit gegenseitiger Wertschätzung die Botschaften des großen Reichs der Mitte verkünden. Seine Mission. Der Mönch war sehr zufrieden und er war sich sicher alles so zu tun, wie man es von ihm erwarten würde. Auch die Herrscher im Reich der Mitte schienen zufrieden zu sein.

dragon-238931_1280Dann aber machte der Mönch Bekanntschaft mit dem Drachen der Habgier. Der Drache kam mitten in der Nacht zu ihm und teilte ihm mit, dass die großen Herrn im Reich der Mitte mehr wollten, viel mehr. Mehr Reichtum, mehr Besitz, mehr Ansehen. Der Mönch war sehr erstaunt, widersprach das doch allem, was man ihm erzählt hatte und vor allem seinen Überzeugungen.

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Der Mönch zog weiter…

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27 Replies to “Fremdes Reich”

  1. Dankeschön, lieber Thomas💐
    Ich denke, inzwischen weiß der Mönch nicht mehr, wo er hingehen soll. Wo auf dieser Welt gibt’s keine Habgier mehr?
    Lieber Gruß
    Elisabeth

  2. Einen Mönch stelle ich mir immer eher weise vor. Ich glaube, er weiß selbst am Besten, wohin sein Weg ihn führt. Er wird seinen eigenen Überzeugungen folgen, verantwortungsbewusst und nachhaltig handeln. Und solange er sich von Freude und Begeisterung treiben lässt, wird der Drache der Gier niemals von ihm Besitz ergreifen.
    May the force be with him 🙌🏻 !
    (Mist, wo ist das Laserschwert??? 😉).

    • Ich denke, der Mönch hat einiges an Erfahrung sammeln können und wird einmal mehr eher auf sein Bauchgefühl und sein Herz hören. Vielleicht war ihm das ja auch eine Lehre. Dieser Drache ist natürlich auch ein übler Zeitgenosse, aber wer ihm mal in die Augen geschaut hat, der wird das nächste Mal weitaus vorsichtiger sein…
      Dein Schwert…. ich schau mal nach… 😉
      Liebe Grüsse und eine Gute Nacht Dir
      Thomas

  3. Eine sehr schöne und interessante Geschichte lieber Thomas, auf deren Fortsetzung auch ich schon sehr gespannt bin… und hoffe sehr, dass auch internet mäßig dann in der Ferne alles bestens ist. 😎

    „Ein Mann fragte den Buddha:“Warum bin ich nur so arm?“
    Der Buddha antwortete:“Weil du nicht gelernt hast, zu geben.“
    Da antwortete der arme Mann:“ Aber wenn ich doch nichts habe?“
    Da sagte der Buddha:Du hast eine Menge.
    Dein Gesicht, das ein Lächeln geben kann.
    Deinen Mund, der andere loben oder trösten kann.
    Dein Herz, das sich anderen öffnen kann.
    Deine Augen, die andere mit Güte anblicken können.
    Deinen Körper, den du nutzen kannst, um anderen zu helfen.
    Also bist du eigentlich überhaupt nicht arm. Die eigentliche Armut, ist die Armut der Seele.“

    Liebs Grüßle von Hanne 🌞🍀🌻

    P. S.: Dein neues Profilbild ist klasse und passt sehr gut zu dir bzw deinem Profil! 👍😉

    • So viele Komplimente und dann noch eine wunderbare Geschichte von Buddha, Dankeschön!
      Internet-mässig ist alles Bestens – in Andalusien hoffentlich auch… hab schöne, erlebnisreiche und inspirierende Tage

      Liebe Grüsse ☀️😎🍀
      Thomas

  4. sodele … 3 mal einen Kommi geschrieben … drei mal verschwunden 🙁
    jetzt mog i nimmer
    LG zuzaly

  5. sodele … drei mal einen Kommi geschrieben … drei mal verschwunden 🙁
    jetzt mog i nimmer – mal sehen ob dieser Zweizeiler ankommt
    LG zuzaly

  6. hmmmm … aber der Kommentar ist im Nirvana zu deiner Geschichte …
    vllt. mog i noa mol 😀
    Ich denke an das Bermuda-Dreieck 😀 …. Fahrer gesucht 😀
    LG die zuzaly 🙂
    ich nehm’s mit Humor

  7. Pingback: 9 Tage… – Thomas hier…

  8. Pingback: Neues Reich – Thomas hier…

  9. Wer seinen Prinzipien und sich selbst treu bleibt, den richtigen Werten – der wird immer ein Plätzchen finden… Keiner sagt dass es einfach wird, am Ende lohnt es sich dennoch… Liebe Grüße, Frauke
    PS ich habe z.B. einen kleinen Drachen zwischen den Schulterblättern, der nach rechts schaut und mich immer daran erinnert auf meinem – den für mich rechten – Weg zu bleiben und dafür die nötige Stärke aufzubringen…

    • Uns hat niemand versprochen, dass es einfach wird und ist. Aber… es lohnt sich sehr und wenn man sich morgens im Spiegel anschauen kann, ist doch auch ein gutes Gefühl… das mit Deinem kleinen Drachen finde ich schön

      • Genau so ist es, am Ende muss man sich selbst ins Gesicht gucken können und mit sich im Reinen sein. Egal was irgendwer dazu meint 😉

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