Wieder einmal

Wieder einmal zieht er sich zurück

Wieder einmal wird es ihm bewusst, dass er weiterziehen muss

Wieder einmal weiß er, dass er seinen Weg alleine gehen muss

Die Vergangenheit, die Erinnerungen

Wirre Träume, Erinnerungen – wunderbar

aber auch dunkel, angsteinflössend und zerstörerisch

vielleicht haben sie sein Heute beeinflusst

und werden das auch in Zukunft tun

Ist es seine Natur?

Ist es das Karma des Wolfs?

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© TK 2018

15 Replies to “Wieder einmal”

    • Liebe Elisabeth,
      freut mich sehr, wenn Dir meine Zeilen gefallen. Dankeschön.

      Liebe Grüsse 🍀🌻
      Thomas

    • Danke liebe Nati,

      freut mich, wenn Dir meine Zeilen gefallen.
      Alleine weiterziehen müssen kann auch lehrreich sein, aber auch durchaus schmerzhaft. Manchmal hilft es aber auch, ein kleines Stück Abstand zu gewinnen um dann zu sehen, was man verlassen hat… So wird der Wolf sicher auf seinem Weg zurückgeblickt haben. Wer weiss, wie er sich letzten Endes entscheidet…

      Liebe Grüsse und einen wunderschönen Sonntag Nachmittag Dir
      Thomas

  1. Ist zwar nett geschrieben, aber das mit dem einsamen Wolf gehört ins Reich der Sagen und Legenden. Gibt es nämlich nicht in der freien Natur. Wölfe leben im Verbund, immer die 2 Elternteile und dazu die Nachkommen des Vor- und Vorvorjahres. Und Wölfe sind uns um einiges voraus was die Kommunikation angeht. Denn in so einem festen Verbund muss Klarheit herrschen und dann darf man sich auch mal zoffen (ums beste Stück Fleisch oder so), ohne dass das ins Gewicht fällt. Die kommunizieren sehr direkt auf Augenhöhe.
    Wenn man sich in einer Beziehung befindet, finde ich es wichtig, bevor man weiter zieht, SICH zu fragen, ob man wirklich alles gegeben hat FÜR diese eine Beziehung. Aber wenn einem was nicht gut tut, oder kein Gefühl da ist, muss man eben gehen, stimmt schon.
    Einen wunderschönes WE wünscht Dir
    lunarterminiert

    • Liebe Andrea,

      Danke für Deinen Kommi und die Aufklärung betreffend der Wölfe.

      Erst einmal hat mich das Werk mit dem Wolf und diesem feenhaften Wesen zu diesem Gedicht inspiriert. Persönliche Erfahrungen sind, denke ich, immer in Gedichten enthalten…

      „Leben Wölfe alleine?
      Jein. Je nachdem, in welcher Lebensphase sich ein Wolf befindet, ist er Familien- oder Einzelwolf. Die übliche Sozialstruktur der Wölfe ist das Rudel – vergleichbar mit einer menschlichen Kleinfamilie. Junge, erwachsene Wölfe verlassen ihr Elternrudel mit etwa zwei Jahren, um sich ein eigenes Territorium und einen Partner zur Gründung eines Rudels zu suchen. Diese Jungwölfe gehen meistens alleine auf Wanderschaft. Sie können sich dann auch gut alleine ernähren, indem sie Rehe oder junge Wildschweine erbeuten. (Quelle: NABU)“

      So kann es ja durchaus sein, dass sich der von mir beschriebene Wolf um ein neues Rudel kümmert… er gewissermassen das alte verlassen musste.
      Vielleicht passiert das auch bei „Alt-Wölfen“?

      Zurück zu den Menschen und ihren Beziehungen. Augenhöhe ist das Wichtigste und nur was sich richtig und gut anfühlt sollte man auch fortführen. Für etwas kämpfen, was aussichtslos ist, lohnt nicht. Dann geht jeder seinen eigenen Weg. Das weiss ich aus eigener Erfahrung.
      Einfach so weiterziehen, weglaufen wird wohl niemand ohne Überlegung tun und oft hilft das klärende Gespräch um Klarheit zu erlangen, um auch die Aussagen Anderer beurteilen zu können. Beide müssen eine Beziehung wollen und offen kommunizieren ob man in die gleiche Richtung schaut, frei nach Antoine de Saint-Exupéry, einer meiner Lieblingsautoren.

      Dann sind uns die Wölfe auch in der Kommunikation nicht weit voraus… ich bin ein Freund dieser Art der offenen Aussprache.

      Einen wunderschönen Sonntag Nachmittag Dir und Liebe Grüsse
      Thomas

      • Lieber Thomas, da ich kein Wolf bin, hab ich nicht wirklich Ahnung, wie so ein grandioses Geschöpf fühlt oder kommuniziert, sondern hab einfach nur irgendwann mal gut aufgepasst und hier entsprechend wiedergegeben. Und dass Tiere in Gefangenschaft anders agieren als in freier Wildbahn ist schon länger bekannt. Ob man das auf den Menschen über tragen kann – keine Ahnung. Denn wer von uns ist wirklich frei.

        Interessant finde ich, dass Du meine angesprochene Kommunikation auf ein Gespräch herunter brichst. Von Saint-Expupéry stammt auch der Ausspruch, dass Sprache ein unvollkommenes Werkzeug und die Quelle aller Missverständnisse ist. Natürlich stimme ich Dir zu: Nur wer redet, dem kann geholfen werden. Aber nicht jeder kann sich jederzeit verständlich artikulieren. Andersherum kann man natürlich Sprache auch nutzen, um bestimmte Bilder im Gegenüber zu erzeugen ohne diese direkt angesprochen zu haben. Es geht eben immer darum, was derjenige versteht, von dem, was man sendet.
        Wieviel einfacher ist es doch, auf den Bauch „zu hören“, zumal dies kein hören, sondern ein spüren ist. Denn der Bauch zeigt an, ob die nonverbale Kommunikation, die ja gut 70% (?) ausmacht, mit der verbalen übereinstimmt.
        Heißt, was der Kopfmensch beobachten und analysieren muss, spürt der Bauchmensch diffus als “ passt“ oder „da stimmt was nicht“. Leider ist letzteres nicht anwendbar bei Telefonaten oder der schriftlichen Kommunikation, so dass diese Bauchmenschen dann wirklich im Nachteil sind.

        Ich finde das wichtig, um zu verstehen, dass sich manche Menschen schwer tun mit Telefonaten oder dem schriftlichen Austausch. Oder warum ebendieser anderen leichter fällt. Denn hinter die Stirn schauen kann man niemandem (aber hineinspüren), hinter den Desktop aber erst recht nicht.
        Nicht umsonst wage ich mal zu behaupten, dass heutzutage immer weniger Menschen soziale Kompetenzen haben und z.B mit Kritik vernünftig umgehen können. Sehe ich immer wieder auch hier im Blogland. Da gibts wirklich Blogger, die den Kritiker als Troll bezeichnen, und sogar Kommis mal eben löschen. Zensur ist ja so einfach. Aber ich denke, das siehst Du ähnlich. Vielfalt an Meinungen ist nur ohne Zensur möglich. Nun hab ich grad echt hochgefahren, Kreislauf ist wieder da 🙂 .
        Hab einen schönen Abend
        Andrea

        • Liebe Andrea,

          mein Kreislauf ist jetzt auch wieder spürbar 😊
          Ich persönlich halte mich auch für einen Bauch-/Herzmenschen und am Liebsten schaue ich den Menschen in die Augen und beobachte sie, zum Teil geschieht dies, so wie Du das ja auch beschreibst, unbewusst und zeigt sich dann eben in „ja passt“ oder „da stimmt was nicht“ was irgendwie hirnmässig gar nicht zu erklären ist… Augen und Mund unabhängig voneinander beobachten hilft da auch… Körpersprache ist ehrlich und es gibt wenige, die diese bewusst einsetzen (können) um zu manipulieren.

          Das, was Du über‘s Blogland und die schriftliche Kommunikation schreibst, ja, da bin ich bei Dir. Eine schöne Erfahrung ist dann aber, wenn man das gute Gefühl, was man beim “miteinander-schreiben” hat, auch bei einem realen Treffen bestätigt weiß.

          Auch Dir einen wunderbaren Abend
          Liebe Grüsse
          Thomas

  2. Trauriges Stück schön geschrieben. Vielleicht braucht es erst Kontrolle über Vergangenes um auch mit allen Sinnen aus der Einsamkeit zu kommen?

    • Danke Dir.

      Die Kontrolle und das Bewusstsein über das, was geschehen ist, gehört sicher zu den schwierigeren Aufgaben im Leben. Reflektion und daraus die richtigen und wichtigen Schritte abzuleiten, das ist die Kür.

      Liebe Grüsse
      Thomas

  3. So schön und doch so traurig irgendwie was du hier schreibst lieber Thomas…
    Und zumindest dem letzten Absatz des Kommentares von Andrea hier kann ich such ohne Hintergrundwissen voll und ganz zustimmen.
    Liebs Grüßle von Hanne und Kopf hoch😉🌻🍀

    • Liebe Hanne,

      schön, dass Dir das Gedicht gefällt, ja es ist auch etwas traurig, aber das Leben hat seine Höhen und Tiefen, wie es dieser Wolf eben auch erlebt(e).
      Ich stimme dem letzten Absatz der lieben Andrea auch voll und ganz zu und habe ihr entsprechend geantwortet. Vielleicht magst Du Dir meine Antwort anschauen…

      Einen wunderschönen Sonntag Nachmittag auch Dir 🍀🌻
      Liebe Grüsse
      Thomas

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