Samstag

Heute beschäftige ich mich, wir uns, mal mit der Frage, wie man einen typischen Samstag verbringen kann. Auto waschen, Fitness-Studio oder man geht in einen Baumarkt, um sich ein paar Dinge zu kaufen, die man noch so braucht oder auch nicht…

Wir Männer kennen das doch, oder?


Hier mein ultimativer 10-Punkte Ratgeber zum Baumarktbesuch:

  • 1 – Parken

Achtung Falle. Nie den Parkplatz nehmen, der an der Box mit den Einkaufswägen steht, es sei denn, ihr habt Beulen und Kratzer ganz gerne am Auto. Ich nehme ganz gern die Parkplätze mit Mutter und Kind Bezeichnung. Habe eine Mutter und Kind, ja, auch… also…

  • 2 – Alleine hingehen

nicht in Begleitung, mit der Partnerin, Freundin, Frau, Lebensabschnittsgefährtin, Geliebten oder wie man sie auch immer nennen will, auf gar keinen Fall!

Oft langweilt sich die Dame in Eurer Begleitung oder man landet in der Blumen oder Dekoabteilung. Was auch passieren kann, es kommt Arbeit auf Dich zu, weil es dort viele neue Bodenbeläge, Parkettböden und neue, so tolle Tapeten gibt. Oder nur der Hinweis: „wir könnten doch wieder mal das Wohnzimmer neu streichen…“

  • 3 – Information ist alles

Informiert Euch vorher, welche Werkzeuge und Maschinen gerade hipp sind. Meist ist der Nachbar und sein Werkzeugschuppen oder seine Garage eine gute Informationsplattform, den er hat, warum auch immer, die besten Werkzeuge und Tools für Männer, immer vor Euch. Da wollen wir uns doch nicht verstecken, oder? Ob wir die dann brauchen, das steht doch auf einem ganz anderen Blatt.

  • 4 – Kreditkarte nicht vergessen

Manche Anschaffungen kosten Geld, richtig Geld, aber man will sich ja auch nicht lumpen lassen und seien wir mal ehrlich, so ein richtiger Bohrhammer mit soviel Leistung, dass man damit auch ein Haus abbrechen kann, das hat was. Dabei kommt es nicht darauf an, ob man das gerade zum jetzigen Zeitpunkt vor hat, es ist ein beruhigendes Gefühl, dass man jederzeit einen Mauerdurchbruch, spielend leicht, machen könnte. Jederzeit und wenn es Sonntag Früh ist oder mal nebenbei nach der Arbeit.

Oder eben die handgearbeitete Edelstahl-Axt mit formschönem, ergonomischem Handgriff , mit der man mühelos auch Eichenstämme spalten kann. Ob man je Holz spalten muss, in naher oder ferner Zukunft, ob man überhaupt einen Kamin hat… spielt absolut keine Rolle. Irgendwann kommt vielleicht der Ruf von oben: „Baue eine Arche, jetzt!“ Und dann will man doch nicht sagen müssen: „Moment, ich muss erst in Baumarkt…“

Und denkt dran, es ist Herbst. Habt ihr noch keinen Laubbläser? Dein Nachbarn, nein alle Nachbarn haben bereits einen und nutzen diesen morgens halb sieben! Wollt ihr wirklich noch mit dem Besen diese Fläche von 4 Quadratmetern fegen?

Und noch eins… die Weihnachtsbeleuchtung an Eurem Haus… Euer Baumarkt hat da so einige Ideen von kleinen armseligen LED-Ketten bis Flakscheinwerfern. Alles, was für ein stimmungsvolles Ambiente sorgt.

  • 5 – Nie einen Fachberater fragen

Erst mal, man muss erst mal einen finden. Man schaut in die Gänge und es kommt einem vor, wie in diesen alten Westernfilmen. Strohballen wirbeln durch die Gänge, niemand ist zu sehen. Geheimnisvolle Spannung. Spiel mir das Lied vom… Baumarkt.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der sogenannte Fachberater immer zu der Zeit wohl im Urlaub ist, wenn man ihn braucht. Manchmal glaube ich sogar, dass es den im Baumarkt gar nicht gibt, aber das ist meine eigene kleine Meinung und ich will ja nicht gleich eine ganze Branche schlecht machen. Aber jedesmal, wenn ich dann nach einem suchte, hörte ich immer nur: „Nicht meine Abteilung“. Selbst wenn man sagt, „hinten in der Holzabteilung brennt es!“ ist die Antwort: „Nicht meine Abteilung…“

  • 6 – Nicht beeinflussen lassen

An jedem Gondelkopf der Regale, manchmal auch dazwischen finden sich diese Bildschirme in HD Qualität und mit einem hochwertigen Soundsystem, die Produkte anpreisen. Meist noch hochmoderne VHS Videorekorder, manchmal aber auch schon diese neumodischen Mediaplayer mit USB Stick oder sogar SD-Karte. Der neue Superkleber, mit dem Du Dein Auto auch an die Decke der Garage kleben kannst oder dieses neue Multitool, welches Dir wie von Zauberhand aus einem Brett, filigrane Holzintarsien für den neuen Tisch oder Schwipp-Bögen für die Weihnachts-Dekoration zaubert. Jeder Schnitzer aus dem Erzgebirge muss so ein Teil haben… Mein Tipp: Jedes Gerät hat einen Ein/Ausschalter, Speicherkarten und USB-Sticks lassen sich entfernen…

  • 7 – Nie den Einkaufswagen stehen lassen

Es kommen ja auch schon immer diese Durchsagen „Don’t leave your Einkaufswagen unattended at any time“ durch die Lautsprecher. Und das nicht ohne Grund. Wollt ihr dem Rivalen denn zeigen, was ihr alles gefunden habt, was er noch nicht hat? Tipp: kauft Euch eine Malerplane und versteckt darunter all die tollen Schnäppchen und Tools, die ihr ergattert habt.

  • 8 – Kasse

Wenn man dann nach einem ausgiebigen Einkauf, nach der empfohlenen  Aufenthaltsdauer ca. 2-2 ½ Stunden dann zur Kasse geht, nehmt nicht gleich die nächstbeste Kasse und nicht die, an denen die wenigsten Kunden warten. Man ist nie gefeit, dass man die oder den Auszubildenden an der Kasse antrifft, aber es verlangt schon etwas Geschick, das herauszufinden, welche Kasse die Beste ist. Ich finde mit regelmässiger Treffgenauigkeit die Kasse, an der das Papier am Bondrucker aus ist, das Kartenlesegerät nicht funktioniert oder die Kassiererin oder der Kassierer jetzt in diesem Moment in die gewerkschaftlich verhandelte und tariflich zustehende Pause muss.

  • 9 – Imbiss

Nach einem auslaugenden Marsch durch die 5km Gänge (Strohballen…) muss man sich auch mal stärken. Fett triefende Pommes oder schwarze Bratwürste, die seit 2 Stunden auf dem Rost liegen helfen, die verbrauchte Energie wieder schnell und einfach zuzuführen.

  • 10 – wieder zuhause

Vorbereitung ist alles – ihr werdet gefragt, wo ihr so lange wart, es hilft nicht, zu sagen, dass viele Leute an der Kasse waren, es hilft auch nicht, zu sagen, ihr habe eine alte Schulfreundin getroffen und mit ihr noch einen Kaffee getrunken.

Ehrlich sein ist alles. Sagt doch einfach: ihr habt Euch intensiv über die neuen Wandfarben und Bodenbeläge informieren lassen und neue Armaturen für’s Bad angeschaut… Nicht erzählen, was ihr Euch gekauft habt. Und die Welt ist wieder vollends in Ordnung, wenn ihr dann noch sagt: „Schade, dass Du nicht mit dabei warst“


Einen schönen Samstag Euch, viel Spaß im Baumarkt 😉

25 Replies to “Samstag”

  1. So ein Baumarktbesuch würde bei mir auch anstehen.
    Es fehlt an einer Rohrzange, Perlotoren (oder wie die Dinger heißen) und vielleicht eine neue Mischbatterie für die Küche…😳😳😳
    Viel Spaß beim „kruscheln“
    Grinsend Ulrike

  2. „Selbst wenn man sagt, „hinten in der Holzabteilung brennt es!“ ist die Antwort: „Nicht meine Abteilung…“ “
    Hast du das wirklich schon mal gesagt? *grosseaugenmach*
    Baumärkte finde ich toll.^^

  3. servus dir – servus euch 🙂
    wie sich doch die Baumarktbesuche ähneln ….schmunzel
    mhhh – jetzt frage ich mich keinesfalls verwundert – warum *Frau* auch ungerne Baumärkte besucht 😉 weil nämlich *Frau* im nachhinein schwarze Bratwürste in der Frittenbude auf sie warten 😀 – und blonde *Frau* für dumm verkauft wird 😀
    Ich – vorgestern im Baumarkt: – hatte einen ovalen blauen 12Ltr. Eimer auf’s Band gestellt – der Kassierer scannte diesen leeren Eimer – 6,99€ – ich *waaaaaaaaaaaaaaas* – er daraufhin „ja mit Malerutensilien-Inhalt “ – ich darauf – „sehen sie hier einen Inhalt?“ – er „nein – aber sie können doch lesen ! es steht doch auf dem Eimer drauf “ die Menschenreihe hinten mir schüttelte nur mit dem Kopf –

    ganz liebe Knuddel – Samstagsgrüße
    die_zuzaly
    Namaste 🙏

  4. 😀Sehr schön Tom! Gefällt mir sehr Dein Beitrag.
    Vielleicht besuchst Du ja mal einen Baumarkt hier im Osten. 🤔 Hier bekommst Du definitiv eine Beratung. Vor kurzem habe ich mir einen Akku-Schraubendreher gekauft. Ich hatte 2 Berater und musste sogar den Schrauber „Probetragen“ 😅 Was für ein Spaß!
    Also Mädel’s vielleicht geht ihr auch mal alleine…
    😉
    Schönes Wochenende Tom 😊🍀❣️🍀

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